Manchmal braucht es ein Update. Dabei spielt es keine Rolle, ob es falsch war oder sich die Anforderungen geändert haben. Aber es kommt darauf an, wie die Nachrüstung geplant ist. Da Offshore-Arbeitszeiten teuer sind, erfordert ein Retrofit eine perfekte Vorbereitung. Das Vermeiden von Heißanwendungen, das Auswerten vorhandener Toleranzen und die Benutzung von Mockups sind ebenfalls wichtige Schritte für ein erfolgreiches Retrofit.

Ein Beispiel dafür ist eine nachträgliche, zusätzliche Fixierung von Gitterrosten. Ein häufiges, wiederkehrendes Problem ist, dass die Kraft des Wellenauflaufs (wave runup) unterschätzt wurde. Nicht nur bei der Maximalwelle entstehen signifikante Lasten, sondern auch bei regelmäßig auftretenden Wellen. Diese liefern zwar nicht solche Maximalspitzen wie Extremwellen, können aber immer noch genug Kraft haben, um eine übliche Gitterrostfixierung versagen zu lassen. Zwischenplattformen, denen eine solche Konstruktion fehlt, sind regelmäßig von fehlenden Gitterrosten betroffen.

In einem kürzlich durchgeführten Projekt haben wir im Auftrag unserer Kunden die tatsächliche Leistungsfähigkeit von Hilti Gitterrostankern untersucht. Der Vorteil dieser Gitterrostanker ist, dass sie leicht auf eine bestehende Struktur anwendbar sind. Nachteilig ist jedoch die relativ geringe Tragfähigkeit. Wir waren in der Lage, einen frühen Fehlermodus zu verbessern. Mit der erhöhten Kapazität haben wir eine ausreichende Anzahl von Fixierungen ermittelt. Seitdem sind keine weiteren fehlenden Gitterroste mehr gemeldet worden.

Ein weiteres Beispiel ist der Austausch eines Geländers, um einen begehbaren Zugang vom Schiff via Gangway zur Hauptzugangsplattform einer Windkraftanlage zu ermöglichen. Zur Aufgabe von OWT gehörte in diesem Projekt die strukturelle Überprüfung der Plattform, um die Stoßbelastung des schiffseitigen Walk-to-Work Systems aufzunehmen. Außerdem haben wir das Geländer an sich konstruiert. Es war wichtig, vorhandene Befestigungspunkte zu verwenden, einschließlich der Verwaltung ihrer Toleranzen. OWT nahm an den Mockup-Tests bei einem lokalen Stahlbauer teil, wodurch die Leistung des Tores verbessert werden konnte. Der Austausch des Geländers erfolgte ohne Schwierigkeiten, was letztendlich zu minimalen Kosten für diese Maßnahme führte.